Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V.
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Seite drucken   Aktuelles  |  Meldungen  |  10.01.2020

Christine Euler, Manuela Zachariae, Horst Seim vom Berufsbildungs- und Integrationsservice der Zoar-Werkstätten Heidesheim, Tim Jäger, Michael Becker und Kay Schumacher 
© Zoar
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Verleihung des Landespreises für beispielhafte Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

Zu den diesjährigen Preisträgern zählen zwei Kooperationspartner der Zoar- Werkstätten Heidesheim

Mainz. Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler würdigte Anfang Dezember in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz das besondere Engagement von dreizehn Arbeitgebern mit dem Landespreis für beispielhafte Beschäftigung schwerbehinderter Menschen. Mit dem Landespreis für beispielhafte Beschäftigung schwerbehinderter Menschen zeichnet das Land Rheinland-Pfalz seit 1998 Firmen, Betriebe 
und Dienststellen aus, die sich besonders um die Integration schwerbehinderter Menschen in das Arbeitsleben verdient machen.

Zu den diesjährigen Preisträgern zählen zwei Kooperationspartner der Zoar-Werkstätten Heidesheim: die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) Bezirksverwaltung Mainz sowie die Globus Baumarkt Ost GmbH & Co KG Gensingen. Beide Unternehmen haben Mitarbeitende der Zoar-Werkstätten unter in Anspruchnahme des Budgets für Arbeit eingestellt, mittlerweile mit unbefristeten Arbeitsverträgen.

„Die Preisträger sind hervorragende Beispiele dafür, dass sich soziales Engagement und Wirtschaftlichkeit sehr gut miteinander vereinbaren lassen. Für die Unternehmen bietet die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen die Chance, sich motivierte  Mitarbeiter in den Betrieb zu holen. Mit der Ausbildung von schwerbehinderten jungen Menschen sichern sich die Betriebe die Fachkräfte von morgen. Den beschäftigten 
schwerbehinderten Menschen wird dadurch ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und unabhängiges Leben ermöglicht“, sagte Bätzing-Lichtenthäler.

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) Bezirksverwaltung Mainz und Globus Baumarkt Ost GmbH & Co KG Gensingen

Die Bezirksverwaltung Mainz der VBG wurde von der Jury ausgewählt und belegte in der Kategorie „Öffentlicher Dienst“ den 1. Platz. Mit einer Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen von 12,3 Prozent liegt die VBG  weit über der vom Gesetzgeber vorgegebenen Quote von fünf Prozent. In der Bezirksverwaltung Mainz sind 171 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. 21 davon haben eine Schwerbehinderung. Ein Mitarbeiter mit einer Empfehlung für eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und einem absolvierten Lehrgang „Fachwerker für Lagerorganisation (IHK) in der WfbM“ wurde nach einem einjährigen Praktikum vorerst befristet eingestellt und im April 2019 unbefristet übernommen. Er arbeitet im Haus - und Gebäudeservice.

Die Urkunde für den dritten Preis in der Kategorie „Betriebe über 100 Beschäftigte“ erhielt die Globus Baumarkt Ost GmbH & Co KG Gensingen. Der ehemalige Mitarbeiter der Zoar-Werkstätten Heidesheim durchlief nach dem Abschluss der 
Förderschule eine ambulante Berufsbildungsmaßnahme, die in dualer Form anhand des Konzepts „Qualifizierte Unterstützung durch unterstützte Qualifizierung“ beim Globus Baumarkt absolviert wurde. Dort arbeitet er im Verkauf als Helfer und in der Regalpflege. 
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Berufsbildungsmaßnahme wurde er zunächst befristet unter Inanspruchnahme des Budget s für Arbeit beschäftigt , seit November 2018 unbefristet.

„Der Landespreis möchte Arbeitgeber ermutigen, schwerbehinderten Menschen eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt zu geben“, sagte Detlef Placzek, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung. „Eine jün gst veröffentlichte IHKUmfrage offenbart, dass die Hälfte der Betriebe offene Stellen nicht besetzen kann. Eine Möglichkeit, diesem Trend entgegenzuwirken, ist, mehr Menschen mit Behinderungen zu 
qualifizieren und zu beschäftigen. Die Preisträger des Landespreises zeigen, dass dies erfolgreich möglich ist“, so Placzek.

Evangelisches Diakoniewerk Zoar | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | 20.12.2019 


 
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