Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V.
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Seite drucken   Aktuelles  |  Meldungen  |  09.11.2020

„Erfahrungsalphabet“ (Teamtag) Aus einer Los-Box hat jeder einen Buchstaben des Alphabets gezogen. Aufgabe war es, Begriffe zu finden, die mit dem gezogenen Buchstaben beginnen und eine persönliche Erfahrung mit den Rahmenplänen abbilden. 
© Lebenshilfe Worms
© Lebenshilfe Worms 

Einsatz der harmonisierten Bildungsrahmenpläne der BAG WfbM in den Berufsbildungsbereichen der WfbM und der WAA

Ein Résumé von: Christiane Zalik, Bildungskoordination Lebenshilfe Einrichtungen gGmbH Worms  

Mit der Entscheidung für den Einsatz der harmonisierten Bildungsrahmenpläne der BAG WfbM zur Qualifizierung der Teilnehmer*innen während des Berufsbildungsbereichs haben wir uns alle weiter entwickelt. Somit nähern wir uns den Zielen einer gleichberechtigten, barrierefreien Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung und der Anerkennung unserer beruflichen Qualifizierungsleistungen stetig weiter an.

Ein intern erstelltes, modulares Schulungskonzept für alle Fach- und Führungskräfte der WfbM, der WAA (Werkstatt für Angepasste Arbeit, spezialisiert auf die berufliche Rehabilitation psychisch beeinträchtigter Personen) und der beiden Berufsbildungsbereiche ermöglichte uns eine zielführende, konstruktive und multiprofessionelle Zusammenarbeit. Dabei standen zunächst die Sensibilisierung für- und der Umgang mit dem Instrument im Vordergrund. Die Beschreibung gruppenspezifischer Lernziele in allen vier Binnendifferenzierungen bildete schließlich den inhaltlichen Schwerpunkt.

Inhalte und Zielsetzungen der Schulungsmodule wurden von den Beteiligten in multiprofessionellen Teams erfolgreich umgesetzt, so dass wir mittlerweile auf 21 gruppenspezifische Bildungsrahmenpläne für insgesamt 8 Berufsfelder der WfbM und der WAA zugreifen können. Alle Rahmenpläne bilden passgenau die binnendifferenzierten Lernziele entlang der unterschiedlichen Qualifizierungsmöglichkeiten in den einzelnen Arbeitsgruppen ab.

Die gemeinsame Ausgestaltung und kontinuierliche Verbesserung des Prozesses zum Einsatz der persönlichen Bildungspläne und die Installation einer „Bildungszeit“ bieten uns eine dynamische Basis für die nachhaltige Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams.

Die „Bildungszeit“ ist ein fest etabliertes, wöchentliches Zeitfenster. Es steht den am Prozess beteiligten Fachkräften der Arbeitsgruppen und den Bildungsbegleitern*innen zur Verfügung, um sich im kollegialen Austausch den Bildungs- und Qualifizierungsinhalten einzelner persönlicher Bildungspläne zuzuwenden, didaktisch- methodische Vorgehensweisen anzupassen bzw. zu verfeinern und in den Austausch mit den Sozialdiensten, der Bildungskoordination und der Werkstattleitung Rehabilitation und Berufsbildung zu gehen.

Regelmäßige Teamveranstaltungen, im kleinen und im großen Rahmen, ergänzen die Bildungszeit, regen zur Reflexion an, geben Impulse zu kontinuierlicher Weiterentwicklung und schweißen uns als großes Team immer wieder neu zusammen.

„Lernen mit Lust und Laune“- dieses Motto begleitet uns nach wie vor bei unserer gemeinsamen Arbeit. Pleiten, Pech und Pannen hatten wir natürlich auch, diese haben wir mit einer ordentlichen Portion Humor von Beginn an integriert und so immer wieder auf den gemeinsamen Weg zurück gefunden.

Zitate aus einer Umfrage bei den Fachkräften und Bildungsbegleitern*innen:

„Die Zeit eingeräumt zu bekommen ist sehr hilfreich!“

„(…) endlich konnte ich mich einer Aufgabe in Ruhe und intensiv widmen. So macht Rahmenplan richtig Spaß“.

„Als denn dann auch der Knoten geplatzt war (…) war eine fundierte Bearbeitung des Dokumentes möglich.“

„Es gab immer schnell eine Antwort auf unsere Fragen.“

„Die gemeinsamen Sitzungen mit Kollegen*innen (…) waren sehr aufschlussreich.“

„Man muss sich stets vor Augen halten, dass uns die Rahmenpläne täglich begleiten.“

„Wenn man das Prinzip verstanden hat, lernt man auch die nötigen Momente im Arbeitsalltag dafür zu nutzen, die Lernziele im Alltag zu integrieren.“
Unser Bildungs- und Qualifizierungsangebot und die Zusammenarbeit in den interdisziplinären Teams haben durch die Installation der harmonisierten Bildungsrahmenpläne der BAG WfbM deutlich an Qualität dazugewonnen und machen Mut für weitere Großprojekte.

Als Anwender*innen erfahren wir die Struktur und die digitale Handhabung des Instruments als ausgesprochen nutzerfreundlich und können eine deutliche Qualitätssteigerung der individuellen, arbeitsmarktnahen beruflichen Bildung und Qualifizierung der Maßnahmeteilnehmer*innen verbuchen.

Da wir die Bildungsrahmenpläne ausschließlich in digitaler Form anwenden, sind wir mittlerweile gut in Übung, so dass wir uns derzeit dem Thema „digitale Bildung“ mit ebenso viel Lust und Laune annähern. Dazu bald mehr.














 
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