Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V.
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Seite drucken   Aktuelles  |  Meldungen  |  23.03.2022

 Clemens Hoch zeigt sich beeindruckt - Gesundheitsminister besuchte die RMW 
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Clemens Hoch zeigt sich beeindruckt - Gesundheitsminister besuchte die RMW

Nach zwei intensiven Stunden sagte der Gast: „Ich werde wiederkommen“. Clemens Hoch hatte viele Eindrücke mitnehmen können. Der rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Gesundheitsminister stattete der Rhein-Mosel-Werkstatt in der Hauptstelle einen Premierenbesuch ab. 


Die Einrichtung stellte zu diesem Kennenlern-Termin ein Quintett auf, mit Geschäftsführer Thomas Hoffmann, dem Verwaltungsleiter Volker Kochanek, Betriebsstättenleiter Dirk Schaal und den Werkstattratsvorsitzenden Michaela Steffens sowie Kai Schütz.

Seit Clemens Hoch im neuen Amt ist, verging kein Tag im Gesundheitsministerium ohne das Thema Corona. Als Chef der Staatskanzlei war der SPD-Politiker vor den Wahlen 2021 auch schon an vorderster Front gefragt, erst recht im ersten langen Jahr der Pandemie. „Und jetzt frage ich Sie hier, wie ist es ihnen ergangen? Der 44-jährige wollte sehr genau wissen, welche Schwierigkeiten es gab und gibt und so entstand eine sehr angeregte, teilweise emotionale Unterhaltung. 

„Der erste Lockdown war einfach fürchterlich für mich und viele andere hier, denn wir brauchen die Beschäftigung und den Kontakt zu Menschen“, sprudelte es aus Michaela Steffens heraus. Die Werkstattratsvorsitzende berichtete von ihrer Tätigkeit in der Werbetechnik in Lützel und wie gerne sie dort arbeitet. „Zu Hause zu sitzen war quälend, zum Glück hielten die Leute hier vom Sozialdienst und die Gruppenleiter Kontakt zu uns Mitarbeitenden“. Dem Minister wurde klar, dass es in der Einrichtung nicht nur um das Arbeitsangebot geht. „Das hier das Gesamtpaket stimmt, habe ich schon häufiger gehört“. Die Teilhabe am Arbeitsleben als ein Auftrag der Werkstatt wurde besprochen, aber auch die Betreuungs-, Bildungs- und Qualifizierungsangebote wurden besprochen. „Für all diese Bereiche sind wir ein verlässlicher Partner für unsere Mitarbeitenden“, hielt Thomas Hoffmann fest. Der Geschäftsführer nahm die Gelegenheit wahr und monierte einerseits die wiederholte Kurzfristigkeit zur Umsetzung von neuen Vorschriften in all den Verordnungen. Andererseits betonte er den guten, kurzen Draht zum Gesundheitsamt des Kreises und auch zu den Ansprechpartnern in Mainz. „Die Kommunikation ist andauernd und gut, was uns gerade in der Pandemie sehr geholfen.“ Die Wiedereröffnung nach dem ersten Lockdown war der Startschuss für einen Kraftakt in den fünf Betriebsstätten. „Wir mussten Hygienemaßnahmen umsetzen, Hygienepläne schreiben, Abstand halten, Schichtarbeit und Homeoffice einführen“, zählte Dirk Schaal auf. Der Betriebsstättenleiter in Koblenz führte weiterhin die hohe Impfbereitschaft im Haus auf und erläuterte, wie schon drei Impfungen angeboten werden konnten. „Die vierte ist in Planung.“

Clemens Hoch sprach seinerseits sehr offen über seine Haltung zu einer Impfpflicht, „Die sehe ich mindestens für alle ab 50, weil dann das Immunsystem erwiesenermaßen schwächer wird.“ 
Jedoch versprühte der Gesundheitsminister auch Optimismus. „Ein normales Arbeitsleben sollte bald wieder möglich sein“, ließ er aufhorchen. „Was fehlt ihnen in Ihrem Alltag darüber hinaus“, wollte er wissen. Die beiden Werkstattratsmitglieder zählten auf: „Uns fehlen gemeinschaftliche Aktionen und Angebote. Wir vermissen das Singen, Sport treiben in der Gruppe und weitere Freizeitangebote.“ So wurde dem Gast der Bedarf an Balance vermittelt, bevor er anschließend im gemeinsamen Rundgang einen direkten Eindruck erhielt, was die Breite der Angebotspalette in den Arbeitsbereichen anbetrifft. Im Bürodienstleistungsbereich sah der 44-jährige junge Auszubildende, die den ersten Arbeitsmarkt als Ziel haben. In der Montage 10 traf er auf Mitarbeitende mit erhöhtem Unterstützungsbedarf. Und in der Wäscherei lernte der Andernacher einen Arbeitsbereich und die entsprechenden Angebote kennen, die er selbst demnächst nutzen könnte. „Ich werde auf jeden Fall wiederkommen“, beantwortete er die Frage von Michaela Steffens, „zumal ich ja auch gehört habe, dass hier dieses Jahr das 50-jährige gefeiert wird.“ Die entsprechende Einladung wurde schon ausgesprochen und dann wird der rheinland-pfälzische Spitzenpolitiker, eine Einrichtung erleben, die dann hoffentlich Corona-befreit, vor Leben und Freude nur so sprühen wird.
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