Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V.
Werkstätten-Datenbank

Seite drucken   Aktuelles  |  Meldungen  |  20.03.2014

Feierliche Gründung der Stiftung Tausendgut 
© WFB
© WFB 

Feierliche Gründung der Stiftung Tausendgut

WFB Mainz gründet Stiftung zur Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit

Die Idee gibt es schon lange – jetzt ist sie Wirklichkeit: Die WFB Werkstätten für behinderte Menschen Mainz gGmbH gründete eine eigene Stiftung, die Stiftung Tausendgut. Am Donnerstag, 13. März 2014, wurde die Gründung in Mainz mit rund 100 Gästen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft feierlich vollzogen.
„Mit der Stiftung Tausendgut wollen wir als soziale Einrichtung, die mit öffentlichen Geldern arbeitet, der Gesellschaft etwas zurückgeben“, erklärte Michael Huber, Geschäftsführer der WFB Mainz und Vorsitzender des Stiftungsvorstands.
Wege in die Gesellschaft öffnen
Ziel der Stiftung Tausendgut ist es, über die Grenzen der WFB hinaus Gutes zu tun, und zwar überall dort, wo Geldmangel die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben behindert. Menschen jeden Alters, mit und ohne Behinderung, können gefördert werden. Auch Theorie-Projekte, die beispielsweise innovative Konzepte zum gemeinsamen Lernen entwickeln, können profitieren. Zugang zum ersten Arbeitsmarkt und Förderung der Lebensqualität, etwa durch Verbesserung der Mobilität, sind weitere Stichworte für mögliche Projekte.
Nicht nur inhaltlich, auch räumlich wird die Stiftung Tausendgut grenzüberschreitend arbeiten, zunächst im Rhein-Main-Gebiet. In den nächsten Monaten will man sich dabei auf die Erhöhung des Stiftungsvermögens konzentrieren, denn nur die Zinserträge aus dem Vermögen können ausgegeben werden.
Politik will für offene Türen sorgen
In kurzen Grußworten wurden die verschiedenen Aspekte der Stiftungsarbeit beleuchtet.
Cynthia Gottschald-Kipping, stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsvorstands, berichtete davon, wie die Idee während einer Zukunftskonferenz der WFB entstand. Dort hatte man nach einer Möglichkeit gesucht, Mittel freier einsetzen zu können, als zweckgebundene öffentliche Gelder es erlauben.
Sozialminister Alexander Schweitzer würdigte besonders den bereichsübergreifenden Aspekt des Stiftungsengagements – auch bezogen auf die Sozialgesetzgebung. „Hilfe aus einer Hand“, letztlich also die Überwindung bürokratischer Hürden, sei die Herausforderung an die Sozialpolitik schlechthin. Hierzu erhoffe er sich entscheidende Impulse von der Stiftung Tausendgut.
Oberbürgermeister Michael Ebling versprach, als Türöffner für die Stiftung Tausendgut wirken zu wollen und lobte die gesellschaftspolitische Weitsicht der WFB. Mit der Stiftungsgründung Brücken zu bauen und andere Kräfte als die üblichen mobilisieren zu wollen, nannte Ebling beispielhaft.
Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch beschrieb sein eigenes Engagement im Kuratorium der Stiftung als wichtigen Bestandteil des Diversitätsgedankens, den er als Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vorantreiben möchte, und kündigte „harte Arbeit“ zum Wohle der Stiftung an. Er mache die Erfahrung, dass privates Engagement öffentliche Gelder nach sich ziehe.
Zwischen die einzelnen Grußworte streuten Mitglieder des WFB-Werkstattrats ihre eigene Interpretation des Stiftungsmottos und der dazu entwickelten Bildsprache: „Hände können etwas bewegen und machen das Leben bunter – man kann die Farben zum Leuchten bringen“.

Weitere Informationen zur Stiftung Tausendgut finden Sie unter www.stiftung-tausendgut.de


zurück

Termine

07. Februar 2018
Region III AK Bildung 08. Februar 2018
Region IV AK Bildung 08. März 2018
Regionalkonferenz II

Kontakt

Landesarbeitsgemeinschaft
Werkstätten für behinderte
Menschen Rheinland-Pfalz e.V.
Robert-Koch-Straße 8
55129 Mainz

Telefon 06131/2402464
Telefax 06131/2402466
info@lag-wfbm-rlp.de