Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V.
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Seite drucken   Aktuelles  |  Meldungen  |  29.07.2014

Besuch in den Werkstätten der Heinrich Kimmle Stiftung 
© Heinrich Kimmle Stiftung
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Vorsitzende der Regionaldirektion besucht Werkstätten

Heidrun Schulz auf Werkstattbesuch in Rheinland-Pfalz

Im Juli 2014 besuchte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz, zwei Werkstätten für behinderte Menschen in Rheinland-Pfalz. Begleitet wurde sie vom Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V. (kurz: LAG) Marco Dobrani. Der Chefin der Regionaldirektion war es ein besonderes Anliegen, Kontakt zu den in den Werkstätten beschäftigten behinderten Menschen aufzunehmen sowie die Arbeits- und Bildungsangebote vor Ort kennenzulernen. In den Pirminiuswerkstätten der Heinrich-Kimmle-Stiftung in Petersberg-Staffelhof gab Marco Dobrani einen Überblick über die Umsetzung des gesetzlichen Werkstattauftrags. Im Vergleich zu vielen anderen europäischen Nachbarländern gibt es in Deutschland einen flächendeckenden Rechtsanspruch zur Teilhabe am Arbeitsleben. In Rheinland-Pfalz sind dies immerhin rund 14.500 Menschen, die sich ohne vergleichbare Angebote wie die der Pirminiuswerkstätten nicht aktiv und selbstbestimmt in das Arbeitsleben einbringen könnten. Werkstatt-Angebote richten sich also hauptsächlich an Menschen mit einem hohen Unterstützungsbedarf. Wie dennoch ein aktives Mitarbeiten möglich ist, davon konnte sich Heidrun Schulz selbst ein Bild machen. Besonders beeindruckt war sie von den unterschiedlichen Hilfsmitteln, die die Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung für den jeweiligen beschäftigten Menschen teils sehr individuell anfertigen. Einen besonderen Blick richtete die Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland auf die Gestaltung der berufsbildenden Maßnahmen der Werkstätten. „Unser Weg ist seit Bestehen der Werkstätten ein individueller und personenzentrierter Ansatz. Arbeits- und Bildungsangebote werden in unseren Unternehmen nach den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten des Einzelnen konzipiert und angeboten. Werkstattbeschäftigte nutzen diese vielfältigen Möglichkeiten und nehmen mit dem Wunsch- und Wahlrecht, die für sie passenden Arbeits- und Bildungsangebote sehr gewissenhaft wahr. Wir wollen als Träger der Werkstätten durchlässige Angebote in unterschiedlichen Unternehmensstrukturen vorhalten und weiter ausbauen. Dazu zählen beispielsweise Integrationsunternehmen oder die Unterstützte Beschäftigung. Die Werkstätten in Rheinland – Pfalz befinden sich hier auf einem insgesamt sehr guten Weg.“, so Marco Dobrani am Vormittag des Besuchs. Als nächster Programmpunkt standen die Weiterbildungsbemühungen der Westpfalz-Werkstätten in Landstuhl zusammen mit der Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen in Mainz im Vordergrund. Beide Werkstätten bieten für unterschiedliche Personenkreise eine anerkannte Qualifizierung für den Beruf „Hauswirtschafter/in“ an. Neben den ausführlichen Erläuterungen zum Projekt, lernten die Besucher einen Teilnehmer dieser Weiterbildungs-maßnahmen persönlich kennen. „Ich sehe sehr viele gute Beispiele, die unser Fachkonzept umsetzen. Mehr noch werden die Qualifizierungsmaßnahmen immer professioneller und strukturierter in Werkstätten umgesetzt. Auch zeigt sich, dass die Rahmenpläne in Rheinland-Pfalz flächendeckend Anwendung finden. Eine Weiterentwicklung der Bildungsmaßnahmen durch die Qualifizierungsbausteine ist in jedem Fall eine interessante Perspektive, die man auch auf Bundesebene ins Gespräch bringen sollte“, empfahl Heidrun Schulz. Herr Dobrani griff den Gedanken mit Blick auf seine Einrichtungen ebenfalls auf. Es wurde vereinbart mit Unterstützung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland bei der zuständigen Kammer Möglichkeiten im Bereich des Einzelhandels auszuloten. „Gerade durch dieses Engagement für jeden einzelnen Menschen mit Behinderung, deren Arbeitskraft der Arbeitsmarkt für den überwiegenden Anteil nicht in diesem Umfang nachfragt, bleiben Werkstätten zentrale Lern- und Arbeitsorte für Werkstattbeschäftigte auch in Zukunft.“, so Heidrun Schulz am Ende eines interessanten Besuchs zweier Werkstätten.
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