Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V.
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Seite drucken   Aktuelles  |  Meldungen  |  14.10.2014

v.l. Regina Aumüller,Viktor Wilpert Piel, Thomas Kreck-Hövel, Bildungsministerin Doris Ahnen 
© Zoar
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Zoar Werkstätten Heidesheim erhalten Weiterbildungspreis Rheinland-Pfalz 2014

Feierliche Übergabe der Zertifikate in Mainz


Für das Projekt „IHK-Zertifikatslehrgang Fachwerker/in für Lagerorganisation“ wurden die Zoar-Werkstätten Heidesheim von der Landesregierung und dem Landesbeirat für Weiterbildung in Rheinland-Pfalz mit dem Weiterbildungspreis 2014 ausgezeichnet. Im festlichen Rahmen nahmen der Werkstattleiter der Zoar-Werkstätten Heidesheim, Thomas Kreck-Hövel, sowie der Leiter des Geschäftsfeldes Weiterbildung der IHK für Rheinhessen in Mainz, Viktor Wilpert Piel, in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz die Zertifikate aus den Händen der Bildungsministerin Doris Ahnen entgegen. „2. Chance: Weiterbildung“ war das Schwerpunktthema des diesjährigen Weiterbildungspreises.

Als „Projekte mit Vorbildcharakter“ bezeichnete die Bildungsministerin die fünf von der Jury ausgewählten Konzepte, darunter das Projekt der Zoar-Werkstätten Heidesheim, Menschen mit Beeinträchtigungen durch Weiterbildung eine zweite Chance zu geben und ihnen eine praxisnahe berufliche Bildung zu ermöglichen. Nie zuvor seien die Chancen des Einzelnen auf seinem Lebensweg sowie der wirtschaftliche und gesellschaftliche Fortschritt so stark von Bildung und Wissen abhängig gewesen wie heute, erklärte Doris Ahnen. Bildung sei nicht auf eine Lebensphase begrenzt oder mit dem Erreichen eines bestimmten Lebensalters abgeschlossen. Deshalb habe die Weiterbildung einen solch hohen Stellenwert. Als Impuls für die stetige Weiterentwicklung der Konzepte in diesem Bereich werde der Weiterbildungspreis an besonders innovative Projekte vergeben. „Wer eine erste Bildungschance nicht nutzen konnte oder nicht nutzen wollte, muss auch im Erwachsenenalter weitere Chancen erhalten“, betonte die Bildungsministerin in ihrer Festansprache. „Weiterbildung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen.“

Um Menschen mit wenig positiven Bildungserfahrungen zu erreichen, sei die Vernetzung und Kooperation in der Weiterbildungsarbeit von großer Bedeutung, erklärte Laudatorin Regina Aumüller von der Daimler AG Mercedes Benz Werk Wörth. So habe im Rahmen des Projektes „IHK-Zertifikatslehrgang Fachwerker/in für Lagerorganisation“ eine wichtige Kooperation zwischen den Zoar-Werkstätten Heidesheim und der IHK für Rheinhessen stattgefunden. Der Lehrgang richtet sich an Menschen mit Behinderung, Teilnehmer ohne Schulabschluss und an Menschen, die nur über begrenzte Erfahrungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verfügen. Das auf die Zielgruppe abgestimmte Curriculum, mit begleiteten Lernphasen, Praktika in Partnerbetrieben und Beratungsanteilen, schafft positive Voraussetzungen für die Teilnehmer, um in neue Bildungsprozesse einzusteigen und so eine passgenaue Qualifizierung zu erwerben.

Die Jury hat in ihrer Bewertung drei Aspekte des Projekts „IHK-Zertifikatslehrgang Fachwerker/in für Lagerorganisation“ besonders hervorgehoben. Sie räumte dem Erwerb eines bundesweit anerkannten IHK-Abschlusses als Alternative zur klassischen Ausbildung einen besonderen Stellenwert ein. Daraus resultiert die Chance für die Teilnehmer, durch die inklusive Gestaltung des Projekts auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Als dritten Aspekt nannte die Jury die Möglichkeit weiterer Entwicklungschancen durch Fortbildung; angestoßen durch das gestiegene Selbstbewusstsein der Teilnehmer.



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