Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V.
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Seite drucken   Aktuelles  |  Meldungen  |  17.04.2015

Die Deutsche Fußballnationalmannschaft für intellektuell beeinträchtigte Menschen gibt sich zum 50. Geburtstag der Heinrich-Kimmle Stiftung die Ehre. Gestern nahmen Nationaltrainer Jörg Dittwar (Mitte), Stiftungsvorstand Marco Dobrani (Zweiter von rechts) 
© Heinrich Kimmle Stiftung
© Heinrich Kimmle Stiftung 

Nationaltrainer begeistert vom Sportpark

Vorbereitungen für den besonderen Tag mit „Fußball und Musik“ laufen auf Hochtouren

Noch 24 Tage, dann spielt die deutsche Fußballnationalmannschaft für intellektuell beeinträchtigte Menschen in Pirmasens. Das Team wird im Rahmen des 50. Geburtstages der Heinrich-Kimmle-Stiftung am 9. Mai ein Freundschaftsspiel gegen eine integrative Rheinland-Pfalz-Auswahl bestreiten.
Die Vorbereitungen für den besonderen Tag mit „Fußball und Musik“ laufen auf Hochtouren. Gestern nahm Nationaltrainer Jörg Dittwar den Sportpark Husterhöhe unter die Lupe. Das spontane Fazit des 51-Jährigen lautete: „Geiles Stadion!“
Der ehemalige Bundesligaprofi und Stiftungsvorstand Marco Dobrani hoffen, dass sich möglichst viele Besitzer der 6 000 im Vorfeld verkauften Kombikarten schon am Nachmittag auf den Weg machen, um bei dem Fußballspiel dabei zu sein. Spaß, Stimmung und vor allem starke sportliche Leistungen seien garantiert.
Nationalcoach Jörg Dittwar versicherte, dass auch behinderte Menschen gut Fußball spielen können, das habe die von ihm seit 2009 betreute Mannschaft bei Welt- und Europameisterschaften bewiesen. In den Köpfen der Öffentlichkeit sei diese Tatsache aber noch immer nicht so recht angekommen.
Um die Zuschauer zum Mitmachen und Anfeuern zu animieren, wird ein unterhaltsames Rahmenprogramm geboten. Mit Eberhard Gienger fliegt ein Kunstturn-Weltmeister den Spielball per Fallschirmsprung ein. Sport-Moderator Frank Buschmann wird das Geschehen auf dem Rasen, wie bei Schlag den Raab, kommentieren.
Trainer der integrativen Rheinland-Pfalz-Auswahl ist Eric Schmitt. Sein 24 Mann starker Kader setzt sich aus Spielern aus Offenbach/Pfalz, Landstuhl, Pirmasens, Worms, Kaiserslautern-Zoar, Bad Dürkheim, Mainz und dem Saarland zusammen. Ihre Unterstützung haben vom FK Pirmasens Benjamin Auer, Peter Tretter und Ronny Fahr sowie vom FC Dahn Andreas Stephan zugesagt.
Eric Schmitt möchte dem starken Gegner möglichst lange Paroli bieten. „Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, zu welchen Leistungen beeinträchtigte Menschen fähig sind und damit auch Barrieren einreißen.“ Im Vordergrund der Veranstaltung stehe der Inklusionsgedanke: In einer toleranten Gesellschaft sei es normal, verschieden zu sein. Jeder Mensch könne auf jeden Menschen zugehen. Psychologe Thomas Meyer erklärte: Fußball stehe in Deutschland im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Auf dem grünen Rasen und vor der erhofften großen Zuschauerkulisse, rücken Menschen in den Vordergrund, die im Alltag oft nur am Rand der Gesellschaft stünden. Sozialdienstleiter Jörg Köhler freute sich über die rege Beteiligung: Für die reizvolle Partie, habe sich eine große Zahl an Mitarbeitern interessiert und beworben.
Nationaltrainer Jörg Dittwar kündigte an, bei der Auswahl seiner Nationalspieler vornehmlich auf behinderte Fußballer aus Süddeutschland zurückzugreifen. Spielberechtigt seien intellektuell beeinträchtigte Menschen ab 16 Jahren. Da das Team neuformiert werde, könne er über die Leistungsstärke keine genauen Angaben machen. Bezirks- bis Landesligaformat besitze die Truppe in Bestformation aber allemal.
Ab 18 Uhr verwandelt sich die Fußball-Arena dann zum Rockstadion und die international bekannten Musiker Gregor Meyle, Stefanie Heinzmann, Glasperlenspiel und die Lokalmatadoren „Die Dicken Kinder“, heizen bis eine Stunde vor Mitternacht ein.
Die von der PZ unterstützte Veranstaltung ist seit Februar mit 6 000 verkauften Tickets restlos ausverkauft. (est)


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