Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V.
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Seite drucken   Aktuelles  |  Meldungen  |  11.06.2015

Da ist das Ding! Geschäftsführer Marco Dobrani von der Heinrich Kimmle Stiftung übergibt den Ball an Michael Fritzund seine Mitarbeiter Eva Seibert und Udo Weingärtner (von rechts).Hinten: Betriebsstättenleiter Michael Allenbach.  
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555,55 Euro für den vierten Stern

Michael Frits steigert Ball der Heinrich-Kimmle-Stiftung - DFB nicht für Trikot zuständig

Eigentlich spielt Michael Frits kein Fußball und sein Interesse für die Sportart hält sich auch eher in Grenzen. Dennoch war es für ihn fast selbstverständlich, sich an der Versteigerung des Spielballs zu beteiligen, mit dem a m Open Air anlässlich des 50. Geburtstags der Heinrich-Kimmle-Stiftung Fußball gespielt wurde und der die Unterschriften vieler Beteiligter trägt. Am Ende war Frits' Gebot mit 555,55 Euro das höchste aller Bieter. Marco Dobrani und Michael Allenbach von der Heinrich-Kimmle-Stiftung waren gestern in den Büroräumen des Messeveranstalters zu Gast, um Frits das ersteigerte Objekt persönlich zu übergeben. Gemeinsam mit dem Ball lieferte Dobrani zwei Nationaltrikots. "Die Bietstrategie von Michael Frits war ziemlich genial. Dadurch, dass er direkt hoch eingestiegen ist, hat er andere Bieter gleich verstummen lassen", berichtet Heinrich-Kimmle-Geschäftsführer Dobrani. "Wir hatten mit unserer Firma einen Betriebsausflug zum Open Air unternommen und es hat uns allen super gefallen. Irgendwie wollten wir die Stiftung unterstützen und die Versteigerung bot die perfekte Gelegenheit", erklärt Frits seine Intention. Mit dem Ball - das Modell Torfabrik des Herzogenauracher Sportriesen Adidas - wurde am Nachmittag des Open-Air-Konzertes das Fußballspiel zwischen der Nationalmannschaft intellektuell beeinträchtigter Menschen und einer integrativen Rheinland-Pfalz-Auswahl ausgetragen. Letztere gewann das Spiel mit 3:0. Viele Beteiligte unterschrieben das Spielgerät, unter anderem die auftretenden Musiker Glasperlenspiel, Stefanie Heinzmann und Gregor Meyle. Der Erlös soll der Nationalmannschaft intellektuell Beeinträchtigter zugute kommen. Die wünschen sich nämlich einen neuen Trikotsatz mit vier Weltmeistersternen darauf. Wer jetzt denkt, der Deutsche Fußball Bund (DFB) sei automatisch für die Ausstattung der Nationalmannschaft zuständig, der liegt falsch. Aus einer PZ-Anfrage an den Verband geht hervor, dass "der Behindertenfußball dem DFB seit vielen Jahren am Herzen liegt", die Zuständigkeit speziell für diese Nationalmannschaft in anderen Händen läge. Die falle in die Zuständigkeit des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), mit dem der DFB eine gute Zusammenarbeit pflege. Zum DBS gehören übrigens auch die Nationalmannschaft für Blindenfußball und die für Menschen mit zerebralen Bewegungsstörungen. Dem DBS stünde laut DFB durch das Bundesinnenministerium ein Budget für Trainingslager, Ausstattung und Trainerhonorare zur Verfügung. Doch wie Marc Möllmann, der stellvertretende Sportdirektor des DBS, im Gespräch mit der PZ sagt, sind auch dort die Kassen leer. "Momentan kann die entsprechende Mannschaft leider nicht gefördert werden", heißt es. Zwei Mal im Jahr werden Lehrgänge besucht und auch die Teilnahme an Veranstaltungen verursache Kosten. Eine Anfrage seitens des DBS an den DFB, der beispielsweise in diesem Jahr über die Sepp-Herberger-Stiftung die Blinden-Nationalmannschaft mit neuen Trikotsätzen ausgestattet hat, blieb bisher aus.
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