Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V.
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Seite drucken   Aktuelles  |  Meldungen  |  12.10.2015

Feierstunde zum Auftakt der Qualifizierungsmaßnahme 
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WFB-Qualifizierung für Menschen mit geistiger Behinderung startet

Volle Begeisterung für die Arbeit in der Kita

Seit Montag, 5.10.2015, können sich Menschen mit geistiger Behinderung in Mainz als Praktiker/in in sozialen Einrichtungen qualifizieren. Fünf Frauen und zwei Männer beginnen in dieser Woche mit dem 8-monatigen Lehrgang, den die WFB Mainz anbietet und der von der IHK zertifiziert ist. Die Teilnehmer/innen verwirklichen sich damit einen Berufswunsch: Sie haben bereits Erfahrungen in Kitas gesammelt oder wurden durch den eigenen Nachwuchs auf das Berufsbild aufmerksam. Ihr gemeinsames Ziel ist eine Anstellung im allgemeinen Arbeitsmarkt. In einer kleinen Feierstunde zum Auftakt betonten Vertreter/innen von IHK, Agentur für Arbeit, Stadt und Land die Bedeutung der Qualifizierung. Nicht nur für die Teilnehmenden selbst, sondern auch für die Betriebe, in denen sie später arbeiten, sei dies eine große Chance, Neues zu lernen, sagte IHK-Bereichsleiter Viktor Wilpert Piel. Besonders wertvoll seien dabei die praktischen Fähigkeiten, die die Teilnehmer erwerben werden. Angesichts des Arbeitskräftemangels im sozialen Bereich sieht Henrike Trapp-Heinz von der Agentur für Arbeit beste Möglichkeiten, die passenden Nischen im ersten Arbeitsmarkt zu finden. Dies bestätigte Kurt Merkator als Mainzer Sozialdezernent: Allein die Stadt plane 10 zusätzliche Kindertagesstätten, dazu kämen weitere in privater Trägerschaft. Harald Diehl vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie hob die wichtige Rolle des Budgets für Arbeit hervor, das seit 2007 in Rheinland-Pfalz etabliert ist und das die Integration in den ersten Arbeitsmarkt erleichtert. Thomas Umsonst von der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen freute sich über das Engagement der Mainzer WFB, das wieder einmal zeige, dass Werkstätten heute Bildungsstätten seien, die „Dinge möglich machen, die vorher gar nicht gedacht wurden“. Marcos Borttscheller, einer der Teilnehmer, offenbarte stellvertretend für seine Kolleg/innen die große Freude und das Engagement, das sie alle mitbringen. „Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben,“ formulierte er ihr Motto für die Zukunft. Auch die Qualifizierungsmaßnahme selbst soll wachsen. „Auch wenn diesmal der Berufswunsch aller in Richtung Kita geht, sind Lehrinhalte aus der Altenarbeit bereits jetzt Teil der Qualifizierung“, erläutert WFB-Bereichsleiterin Cynthia Gottschald-Kipping. Geschäftsführer Michael Huber geht noch weiter: Eine Ausweitung auf die Jugend- oder Behindertenarbeit sei in Zukunft genauso denkbar wie die Öffnung der Qualifizierung für Menschen von außerhalb der WFB.
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