Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V.
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Seite drucken   Aktuelles  |  Meldungen  |  04.03.2016

Einweihung der Werkstatt 
© Wichern Werkstätten
© Wichern Werkstätten 

Wichern-Werkstätten Haßloch offiziell eingeweiht

Mit einem Festakt wurde das neue Werkstatt-Gebäude der Wichern-Werkstätten in Haßloch offiziell eingeweiht.



Bereits im November war die Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung von der Gottlieb-Duttenhöfer-Straße in den Neubau in der Rudolf-Diesel-Straße 3 umgezogen. Dieser bietet 84 Beschäftigten Platz und ist außerdem jetzt auch Sitz der zentralen Verwaltung für die sechs Standorte der Wichern-Werkstätten in Haßloch, Ludwigshafen, Landau, Bellheim und Speyer.

Oberkirchenrat Manfred Sutter überreichte an den Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten, Roland Balthasar, und die Leiterin der Zweigstelle in Haßloch, Kirsten Zepperitz, die klassischen Willkommensgeschenke Brot und Salz. In seiner Andacht zu Beginn der Feierstunde erinnerte er an die Bedeutung der beiden Symbole als Lebensgrundlage, Würze und Zeichen für Gemeinschaft. Damit verband Sutter den Wunsch, die neue Werkstatt möge ein Ort sein, an dem die Beschäftigten erleben könnten, wie wichtig und wertvoll sie seien, wo sie die Erfahrung machen könnten, zu einer Gemeinschaft dazu zu gehören, und der deutlich mache, dass man Teil einer Bewegung sei, die Inklusion ernst nehme.

Der Haßlocher Bürgermeister Lothar Lorch dankte dem Träger der Wichern-Werkstätten, der Evangelischen Heimstiftung Pfalz, dass diese das unternehmerische Risiko auf sich genommen habe, 5 Millionen Euro in den Neubau zu investieren lobte. Lorch lobte die stets fairen und offenen Gespräche mit dem in allen Phasen der Planung und des Baus. Bereits im Dezember 2012 seien erste Verhandlungen über den Ankauf des 10.000 Quadratmeter großen Grundstücks im Haßlocher Gewerbegebiet Nord geführt worden. Nachdem im Mai 2014 die Baugenehmigung erteilt wurde, sei danach in der sehr ambitionierten Bauzeit von nur 15 Monaten der 2200 Quadratmeter große Neubau entstanden.

Bereits die Ansiedlung der Wichern-Werkstätten 2012 in der Gottlieb-Duttenhöfer-Straße habe eine Versorgungslücke mit Werkstattplätzen für Menschen mit psychischer Behinderung im südlichen Landkreis Bad Dürkheim geschlossen, unterstrich der Landrat des Landkreises Bad Dürkheim, Hans-Ulrich Ihlenfeld. In einer hochtechnisierten Gesellschaft, in der es für Menschen mit Handicaps nur noch wenig Arbeitsplätze gebe, sei es wichtig, diesen Möglichkeiten zu schaffen, wo sie für sich selbst und die Gesellschaft tätig werden könnten, und dafür auch die notwendige staatliche Unterstützung bereit zu stellen.

Die Grüße der rheinland-pfälzischen Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler überbrachte der Leiter des Referats Grundsatzfragen der beruflichen Teilhabe, der Eingliederungshilfe und des Schwerbehindertenrechts im Ministerium, Harald Diehl. Er betonte, die 36 Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Rheinland-Pfalz mit ihren rund 14.000 Beschäftigten seien ein wichtiger Bestandteil der rheinland-pfälzischen Behindertenpolitik. Außenarbeitsplätze oder Arbeitsplätze, die über das Budget für Arbeit finanziert werden, seien Beispiele dafür, wie die Werkstätten den Inklusionsgedanken durch Öffnung zum ersten Arbeitsmarkt hin umsetzten.

Architekt Reinhard Rollitz, Geschäftsführer des mit der Planung betrauten Architekturbüros werk-plan aus Kaiserslautern, erläuterte, dass bei dem neuen Gebäude dank einer intelligenten Wärme- und Belüftungstechnik sowohl auf eine Heizung mit fossilen Brennstoffen als auch auf eine aufwendige Klimaanlage verzichtet werden konnte. 340 Photovoltaik-Elemente auf dem Dach der Werkstatt sorgten dafür, dass diese ihren Jahresbedarf an Strom für Heizung und Beleuchtung selbst produzieren könne. Alle Arbeitsräume seien bewusst nach Süden ausgerichtet und multifunktional angelegt worden.

Einrichtungsleiter Roland Balthasar dankte allen, die an der Planung und am Bau der neuen Werkstatt beteiligt waren, für ihren Einsatz, der einen weitgehend reibungslosen Verlauf ermöglicht habe. Für die musikalische Umrahmung des Festaktes sorgten die beiden Oberstufenschüler des Haßlocher Hannah-Arendt-Gymnasiums, Duc Trung Daniel Tran und Ulf-Christian Rauska, mit vier virtuos vorgetragenen Klavierstücken.

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