Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V.
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Seite drucken   Aktuelles  |  Meldungen  |  04.12.2017

Verleihung der Zertifikate 
© in.betrieb
© in.betrieb 

Berufsqualifizierung erfolgreich abgeschlossen


Am Freitag, 27.10.2017, beendeten sechs junge Menschen mit geistiger Behinderung erfolgreich den Qualifizierungslehrgang zum/zur „Praktiker*in in sozialen Einrichtungen“. Herr Piel (IHK) und Frau Gottschald-Kipping (in.betrieb) gratulierten den Absolventen und überreichten ihnen die Abschlusszertifikate der IHK für Rheinhessen. Zu den Gratulanten zählten auch Herr Huber (Geschäftsführer der in.betrieb) und Herr Umsonst (LAG der Werkstätten Rheinland-Pfalz), die beide die Teilnehmer*innen darin bestärken, ihren Weg mit der Perspektive „Erster Arbeitsmarkt“ weiter zu gehen.

Der Lehrgang, den in.betrieb gemeinsam mit der IHK für Rheinhessen entwickelt und in 2015/16 erstmals angeboten hatte, bereitet die Teilnehmer*innen auf eine berufliche Tätigkeit in Kindertagesstätten, in Altenheimen oder ähnlichen Betreuungseinrichtungen vor. Der Qualifizierungslehrgang ist dual angelegt und dauert 8–9 Monate. Er gliedert sich in wöchentlich 2 Tage theoretischen Unterricht bei in.betrieb und 3 Tage Praxisarbeit in Partnereinrichtungen. Die Qualifizierung endet mit einer Abschlusspräsentation, die von der IHK abgenommen wird.

Das Curriculum ist modular aufgebaut und vermittelt verschiedene Inhalte, wie z.B. allgemeine Grundlagen des Berufsfelds und des Arbeitens in sozialen Einrichtungen, das Training sozialer Kompetenzen, Arbeitssicherheit, gesundheitsbewusstes und nachhaltiges Arbeiten, die Hauswirtschaft in sozialen Einrichtungen, die pädagogische Grundlagen und Aufgaben in der Arbeit mit Kindern bzw. älteren Menschen sowie – mit viel Praxisbezug - das Thema Unterstützung der Fachkräfte vor Ort sowie die gezielte Beschäftigung und Aktivierung von Kindern bzw. von älteren Menschen.

Den Unterricht übernehmen dabei diverse Fachkräfte von in.betrieb aus den verschiedensten Professionen und Arbeitsbereichen. Eng begleitet werden die Teilnehmer*innen von Frau Hillebrecht als Bildungskoordinatorin, die den theoretischen Unterricht gibt, und von Herrn Thomas Burckard, der als Integrationsassistent die Kontakte in den Praxiseinrichtungen wahrnimmt und gleichzeitig Ansprechpartner für die Teilnehmer*innen vor Ort ist.

Ziel: der erste Arbeitsmarkt

Der Lehrgang berücksichtigt die individuellen Lernmöglichkeiten der Teilnehmer*innen und bietet ihnen gleichzeitig die Chance, eine Berufslaufbahn außerhalb der Werkstatt zu verwirklichen. Mit ihrer Arbeit entlasten die Menschen mit Behinderung die Fachkräfte verschiedener sozialer Träger.

Von den vier Frauen und zwei Männern der diesjährigen Qualifizierung hatten einige bereits vor dem offiziellen Abschluss die Aussicht auf Weiterbeschäftigung in einer Kita. Eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt wurde bereits nach Abschluss vollzogen, eine weitere Übernahme in ein richtiges Arbeitsverhältnis steht für Januar 2018 an. Hilfreich erweist sich hier sicherlich das „Budget für Arbeit“, das die Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt vereinfacht. Zwei weitere Absolvent*innen, die in ihrer Praxiseinrichtung nicht übernommen werden konnten, „schnuppern“ jetzt noch mal in anderen Einrichtungen. Auch hier steht optional die Übernahme in ein Arbeitsverhältnis über das Budget für Arbeit an.

Für in.betrieb ist die Qualifizierung ein Erfolgsmodell – auch wenn sich das Thema Festanstellung nach wie vor schwierig darstellt. Immerhin fünf von sechs Absolvent*innen des ersten Lehrgangs in 2016 arbeiten heute in einer Kita mit, drei von ihnen erhielten über das Budget für Arbeit eine Anstellung . in.betrieb plant, selbst einen weiteren Budgetplatz einzurichten, nachdem 2016 zwei solcher Arbeitsverhältnisse in den eigenen Einrichtungen geschaffen wurden.

Außerdem bietet in.betrieb seit kurzem eine weitere Qualifizierungsmaßnahme an, diesmal im Bereich Fahrzeugpflege. Sie erfolgt in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Rheinhessen und bereitet gezielt auf die Gegebenheiten des Arbeitsmarktes im Dienstleistungssektor vor.


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